Erste Getreide-Ernte in Lindern ist eingefahren

Stoppelfeld

 

Dieser Sommer ist offensichtlich nicht mehr so extrem und trocken, wie in den vergangenen zwei Jahren. Jetzt regnet es doch sehr häufig hier in der Region und wenn es mal kurz trocken ist, wird die Getreide-Ernte eingefahren. In der Gemeinde gibt es schon die ersten Stoppelfelder. Früher war dies immer die Zeit, Drachen steigen zu lassen. Die Stoppelfelder waren dann meisten die ersten Anzeichen dafür, dass sich bald der Herbst ankündigt. Das ist heute aber anders.

Mir gefallen die Kornfelder allerdings viel besser, als die vielen Maisfelder, die immer mehr werden.  An manchen Straßen wächst zurzeit nichts anderes als Mais – kilometerweit. Deshalb freue ich mich immer wieder, wenn ich an Feldern mit Gerste, Roggen oder Weizen vorbei komme. Früher gab es dazu auch noch reichlich Hafer, den sieht man aber kaum noch hier.

Stoppelfeld

Stroh wird eingefahren

Das geht ab heutzutage! Vor 50 Jahren haben wir (auch auf diesem Acker) noch anders ernten müssen. Mit 11er und 40er Deutz oder auch noch mit dem guten alten Bulldog Lanz. Mit langen Forken haben wir die zugegebenermaßen kleineren Ballen dann auf den Wagen gehoben oder auf dem Wagen gestanden und gepackt. Das war teilweise ganz schön wacklig dann da oben auf dem Wagen! Hat aber oft auch viel Spaß gemacht. Dann bei solcher Hitze oben auf dem Heu- oder Strohboden und einpacken. Der Schweiß lief einem nur so runter und man konnte kaum Luft einatmen. Wenn man nicht gut aufpasste, ging es auch schnell mal eine Etage abwärts… Das waren noch Zeiten!

Heute geht das mit großem Maschinenpark alles in Rekordzeit. So ein Acker ist schnell abgeerntet und das in perfekter Teamarbeit. So hat wohl jede Zeit ihren Reiz, heute würden viele gern mal wieder so einen Oldtimer fahren und wir hätten uns damals nicht im Traum vorstellen können, was für Monstermaschinen diese Arbeiten heute erledigen. Wenn man früher mal so einen 180er Schlüter gesehen hat, hat man schon gestaunt.