Ein schöner Spätsommer in Lindern, mit kurzer Unterbrechung übers Wochenende

Wald

Obwohl es der heißeste Sommer in Europa war seit der Wetteraufzeichnung, waren wir hier in Deutschland, insbesondere hier im Nordwesten, eher auf der verregneten und kühleren Seite. Es wird aber bestimmt auch hier noch wieder ganz andere Sommer geben, in denen wir uns solch einen Sommer wie in diesem Jahr zurück wünschen werden. Jedenfalls tat der Regen nach den letzten Dürrejahren der Natur sehr gut und von Waldbränden waren wir auch verschont. Und Temperaturen von über 30 oder gar 40 Grad Celsius würde uns kaum bekommen. Ein paar schönere Tage wären wohl ganz nett gewesen, aber wir können uns hier, abgesehen von einigen Starkregentagen, eigentlich in diesem Sommer nicht beklagen.

Funkturm
Der Funkturm in Lindern in praller Sonne

In den letzten Tagen hat der Spätsommer uns hier ja gut entschädigt und nach wenigen Tagen mit Gewittern soll es ab nächste Woche ja auch schon wieder schön werden. Die Nässe in diesem Jahr hat auch für viele Nacktschnecken gesorgt. Morgens beim Gassigehen sehe ich manchmal etliche über das feuchte Gras kriechen, auch bei uns im Garten. Momentan machen sie sich auch schon mal über das Fallobst her.

Nacktschnecke
Nacktschnecken am Fallobst

Nicht nur im Wahlkampf, auch in der Natur findet man zurzeit viele Schleimspuren 😉
Hier machen sich zwei Nacktschnecken über einen faulenden Apfel her, obwohl eigentlich bekannt ist, dass der da schon sehr lange liegt…

Sehr schön im Garten oder Wald, aber genau so giftig: Der Fingerhut (Digitalis)

Digitalis

Digitalis

Den Fingerhut findet man jetzt sehr oft in der Natur, im Wald und in vielen Garten. Sieht auch sehr schön aus, ist aber auch hoch giftig, sogar tödlich.
Es gibt rund 25 Arten in Europa und Nordamerika. Auch in Westasien kann man ihn finden.

Digitalis

Bei uns ist der rote Fingerhut (Digitalis purpurea) sehr verbreitet, daneben findet man häufig auch den gelben Fingerhut (Digitalis lutea) oder den großblütigen Fingerhut (Digitalis grandiflora). Da der Fingerhut bereits seit dem 16. Jahrhundert als Zierpflanze kultiviert ist, gibt es eine Vielzahl an Züchtungen von weiß bis apricot. Wenn sich oft Kinder oder Haustiere in Gärten aufhalten, sollte man lieber auf die Anpflanzung verzichten. Die Einnahme der Giftstoffe führt auch in geringen Mengen meistens zum Tod. Die höchste Giftkonzentration findet man in den Blättern, aber auch die anderen Teile der Pflanze sind hoch giftig. Je nach Jahreszeit aber auch nach Tageszeit ist die Giftkonzentration veränderlich.

Das Gift wird allerdings in geeigneter Dosis auch als Herzmittel verwendet, das Herzmittel „Digitalis“ ist vermutlich den meisten bekannt.  Wer öfter mal Krimis schaut, weiß auch, dass eine Überdosierung absolut tödlich ist.

Digitalis
Schön, aber sehr giftig und tödlich! Der Fingerhut (Digitalis)

 

Wildblumen-Blühwiese nach Abkühlung und kräftiger Sommerdusche

Wildblumen

Nach der Hitze in der vergangenen Woche gab es ab Montag eine deutliche Abkühlung mit mäßigem bis starkem Regen über den ganzen Tag. Die Natur konnte den Regen aber gut gebrauchen, auch die schönen Wildblumen auf der Blühwiese haben den Regen wohl genossen. Obwohl einige Blätter der schönen Pflänzchen schon stark angenagt und regelrecht durchlöchert wurden, lassen die farbenprächtigen Blüten alles immer noch toll aussehen.

Wildblumen
Hier haben Raupen und Insekten schon einiges von den grünen Blättern abgenagt.

Was man früher gnadenlos bekämpft hat, hat heute wieder seine Berechtigung bekommen und sieht doch viel schöner aus, als so schnöde Kieselsteingärten. Hier auf der Blühwiese kann der Regen noch versickern, ohne die Straßen zu überschwemmen. Und schöne Blumen sind immer auch beliebte Fotomotive.

WildblumenWildblumen Wildblumen Wildblumen Wildblumen

 

Früh morgens in Lindern: Wälder bei Sonnenaufgang

Die Wälder in Lindern sind schön, jedenfalls dort, wo sie noch nicht gerodet wurden. Besonders in den frühen Morgenstunden oder den späten Abendstunden, wenn die Sonne tief steht, macht das Spazierengehen im Wald richtig Spaß.

Wald

Wald
Manchmal wabert auch noch so ein bisschen Nebel in den Wald.

Feindliche Übernahme? Blühwiese lädt Bienenvolk zum Nestbau im Garten ein.

Blühwiese

Im Spätsommer 2020 wurde jenseits unserer Gartenhecke eine schöne Blühwiese angelegt. Es ist mehr ein breiter Blühstreifen auf der Wiese. Er sorgt aber schon für Erfolg für Vielfalt und Schutz der Insekten. Ein friedfertiges Bienenvolk hat sich schon in unserem kleinen Apfelbäumchen eingenistet. Innerhalb von nur wenigen Stunden sammelten sich hier Hunderte oder mehr der kleinen fleißigen Bestäuber um ein Nest für ihre Königin zu bauen.

Um Honig und Ambrosia für die Königin und den Nachwuchs zu produzieren, fliegen die fleißigen Bienen Blüte für Blüte an, auch im Garten, wo sie damit auch gleichzeitig für die gute Bestäubung sorgen.

Biene Bienen

Das Nest im Apfelbaum stört uns nicht, auch wenn das Bäumchen direkt am Erdbeerbeet steht, da muss man eben beim Bewässern ein bisschen aufpassen, nicht das Bienennest mit zu beregnen. Ansonsten sind zumindest unsere Bienen sehr friedvoll, man kann sich ohne Probleme dem Nest nähern, um sie zu beobachten. Tagsüber sind sie sehr aktiv und sammeln fleißig die Pollen aus den Blüten.

Bienen Bienen

Die frisch geschlüpften Weibchen (Arbeiterinnen) und männlichen Drohnen werden nur wenige Wochen alt (4-6 Wochen). Die Weibchen die im Herbst schlüpfen und überwintern, können bis zu 9 Monate alt werden. Die Königin kann sogar bis zu 5 Jahre alt werden.