Schallmauer der Covid-19 Infizierten im Landkreis Cloppenburg überschritten

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Bislang war unser Landkreis eher sehr unauffällig auf dem Dashboard des RKI. Vor einigen Tagen begann dann die zunehmende Verfärbung auf der Landkarte über gelb, orange bis rot. Jetzt sticht unser Landkreis auf dem Dashboard regelrecht hervor. Der Landkreis Cloppenburg wird so immer bekannter in Deutschland, Europa und der Welt, stärkt ja vielleicht künftig auch den Tourismus.

Dashboard

Quelle: Dashboard RKI

Darauf, wie sich hier das Virus so rasend schnell ausgebreitet hat, möchte ich gar nicht eingehen. Mir tun nur die vielen kleinen Geschäfte, Restaurants und Kneipen, Soloselbständigen und Vereine leid, und diejenigen, bei denen die Infektion evt. nicht so günstig verläuft. Die Schallmauer von 50 Infizierten auf 100.000 Einwohner ist überschritten und wird mit 53,7 beim RKI angegeben. Bisher hatten wir hier im Landkreis Cloppenburg jedenfalls noch keine Todesfälle wegen des Coronavirus zu beklagen. Drei Erkrankte werden zurzeit stationär behandelt, rund 400 Personen befinden sich in Quarantäne und die Zahl der aktuell infizierten Personen wird mit 145 angegeben, Tendenz steigend. Während die Zahl der Infizierten in den Nachbargemeinden Löningen mit 72 und Lastrup mit 14 angegeben wird, kommen wir hier mit drei infizierten Personen noch recht glimpflich davon. Aber bei einer Einwohnerzahl von rund 5.000 kommt man auch schon auf 60 pro 100.000 (grob überschlagen), also auch die Schallmauer überschritten. Im Vergleich zu Löningen mit rund 535 auf 100.000 Einwohner (Lastrup ca. 200 auf 100.000) aber recht bescheiden. Hoffen wir mal, dass die Zahl hier nicht so stark steigt.
(Quelle: LK Cloppenburg)

Kräuter und Beeren, mal ganz nah

Alles grünt schon im Garten und in den Kräuterkübeln. Die ersten Kräuter werden schon genutzt – jeden Morgen frische Minze für die tägliche Kanne Tee. Von anderen Kräutern hätte man gar nicht gedacht, wie schön die blühen können. Der Schnittlauch hat richtig schöne zart lila Blüten, aber auch der Thymian sieht sehr schön aus. Im Gras sind schon einen Tag nach dem Mähen wieder neue Blümchen gewachsen und die Stachelbeeren kann man auch schon als solche erkennen. Radieschen kann man auch schon genießen. Man muss zwar wegen der Trockenheit häufig wässern, aber so lange noch genügend Grundwasser vorhanden ist, nimmt man sich gern die Zeit. Da man fast alles einkochen oder einmachen kann, hat man aber auch das ganze Jahr was vom Garten. Ohne Transportwege, Co² Emission aber mit viel natürlichem Geschmack!

Fast schon sommerlich in Lindern, und ungerecht

Schönstes Sonnenwetter am 18. April 2020 und trotzdem sieht man kaum Menschen, wegen Corona. In die alte Eiche neben dem Heimathaus hat vor vielen Jahren mal der Blitz eingeschlagen, ich weiß gar nicht mehr das Jahr. Aber die Spuren sieht man noch immer ganz deutlich. Zum Glück steht der schöne Baum aber noch.

Und die „alte“ Leichenhalle ist inzwischen komplett abgerissen, der Baggerfahrer der Firma Peters hat seine Maschine für die verdiente Wochenendpause abgestellt. Am Montag wird es wohl weiter gehen. Zum Glück dürfen dann auch die Einzelhandelsgeschäfte und Soloselbständigen in Lindern wieder die Türen öffnen, unter Einhaltung der erforderlichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen.

Die von der Regierung angekündigten Hilfen für Kleinunternehmen, Einzelhändler und Soloselbständige gibt es nur, wenn man auch Miete zahlen muss. Damit man dann den meist reichen Vermietern das Geld überweisen kann. So wird eben auch zu Zeiten von Corona mal wieder das Geld „von unten nach oben“ verteilt – wie immer. Trotzdem verkauft die Regierung das natürlich als Hilfe für „die Kleinen“. Ein Witz! Manchmal denke ich, was taugt eine Demokratie, die von Klüngel und Lobbyisten geführt wird. Erst wird alles abgebaut (Gesundheitswesen) und dann in Krisenzeiten das Suchen nach Auswegen aus der Misere als großer Erfolg verkauft. Ohne die Arbeit der Virologen, Ärzte, Pfleger (m,w,d) wären wir schon längst den Bach runter…