Muffensausen bei den Impfdränglern? Irgendwie nicht gut gelaufen mit den Impfungen.

Coronaimpfung

Man hört oder liest in den Medien immer wieder von „Impfverweigerern“, „Impfunwilligen“, „Impfmuffel“ usw. weil es mit der Impfkampagne wohl nicht mehr so richtig voran geht.

Ich kann hier nicht für andere sprechen, aber mich können die mal!

Seit mehr als 20 Jahre habe ich mich jährlich gegen Grippe impfen lassen, mein Impfpass ist seit 2014 immer auf dem aktuellen Stand – ich ein Impfverweigerer? Ganz sicher nicht.

Seit einem Arbeitsunfall 1980 habe ich z. B. keine Milz mehr, die für das Immunsystem wichtig ist. Nach dem Unfall habe ich übrigens auch Bluttransfusionen erhalten und mir ein viel tödlicheres Virus eingefangen, welches man damals nicht kannte und als Hepatitis „non A non B“ bezeichnete. Dieses Virus, Hepatitis C, das eine viel höhere Todesrate als das Coronavirus hat, dafür aber nicht so ansteckend ist, hatte ich über ein Viertel Jahrhundert intus, bis ich es dann endgültig besiegen konnte. Angst vor der Hepatitis oder Corona hatte und habe ich keine, möchte mich natürlich aber trotzdem nicht unbedingt infizieren. Ich habe auch seit Monaten eine sogenannte „Priorisierungsbescheinigung“.

Ende April 2021, nachdem alle über 80- und 70jährigen mit den Impfungen dran waren und ich geduldig das akzeptiert hatte, habe ich mich dann beim Impfzentrum Cloppenburg (Thüle) um einen Termin für die Impfung bemüht. Es wurde mir mitgeteilt, dass sie nicht nach Priorisierungen gehen, sondern nur nach Alter. Und mit meinen 59 Jahren sei ich noch nicht dran.

Komisch, alle im beruflichen und privaten Umfeld von mir waren bereits mindestens einmal geimpft, auch diejenigen, die gerade mal halb so alt sind wie ich. Auf der Straße habe ich persönlich sagen hören „ich habe gerade meine 2. Impfung bekommen, lass uns ein Bier drauf trinken gehen….“. Auch jemand, der jünger ist als ich. Der hatte sich nach eigenen Worten gleich in mehreren Arztpraxen plus Impfzentrum angemeldet um schnell einen Termin zu erhalten. Ob die Termine bei den anderen dann abgesagt wurden, sei mal dahin gestellt.

Bei mir ist irgendwie der Eindruck entstanden – erst mal alle sauf- und urlaubsfreudigen impfen, damit die dann Halli-Galli auf Malle oder sonstwo machen können. So kann sich das Virus dann sicher noch besser verteilen und/oder mutieren. Diejenigen, die sich vernünftig verhalten und Abstand sowie Hygienemaßnahmen eingehalten haben, können ja erst mal warten. Mit schneller Impfung werden belohnt, die sich durch dummes Verhalten schon angesteckt hatten oder eben bei der Impfung gut drängeln können. Wie viele haben bei der Impfkampagne wohl als erstes die Finger gehoben, die sonst mit Impfung noch nie was am Hut hatten? Nur, weil der Staat denkt, mit irgendwelchen „Freiheitsversprechen“ die Leute drängen zu müssen.

Jetzt, wo diese Schnorrer alle durchgeimpft sind, wird auf einmal darauf gedrungen, damit sich alle „Alten“ schnell impfen lassen, um die Impfquote für die Herdenimmunität zu erreichen. Da komme ich mir vor, wie der Quotenclown für die Impfdrängler.

Ich lasse mich nicht mehr impfen und werde nicht den Quotenclown spielen für andere, die sich wohl für besonders wichtig halten.  Ganz sicher lasse ich mich auch nicht als Impfverweigerer beschimpfen. Schon gar nicht von Spahn oder den klugscheißenden „Spezialisten“, Fernsehärzten oder Reportern wie den Wüllenweber oder andere. Die haben doch auch sicher erst mal zugesehen, selbst schnell dran zu sein. Für mich sind das die Clowns!

Mein Angebot, mich auf die Liste setzen zu lassen, bekam ich übrigens erst Anfang Juli 2021 aus Werlte – nicht hier aus dem CLP-Kreis! Da hatte ich die Nase aber schon voll und habe dankend abgelehnt. Um einen Impftermin werde ich mich nicht mehr bemühen.

Testen lassen habe ich mich auch noch nie – ich verhalte mich einfach so, dass die Gefahr der Ansteckung sehr gering ist. Wo ich einen Test oder sonstwas benötige, gehe ich nicht hin. Momentan bin ich eh skeptisch geworden. Nach der Urlaubssaison werden vermutlich wieder neue Mutanten auftauchen und bald werden die heutigen Impfungen dafür auch nichts oder nicht mehr viel bringen.

Jedenfalls sollte man mal erst nachdenken, bevor man andere als „Impfverweigerer“ beschimpft. Erst recht dann, wenn man selbst zu den Vordränglern gehört. Das sind für mich asoziale Impfschmarotzer!

DRK Bereitschaft Lindern bietet auch kostenlose „Corona-Tests“ im Heimathaus Lindern an

Neben dem Team der Linden-Apotheke bietet ab Freitag, den 27. März 2021, auch die DRK Bereitschaft Lindern einen kostenlosen Corona-Test für die Bürger an. Es wird um Voranmeldung gebeten. Außer Donnerstags und Sonntags besteht somit täglich Gelegenheit, sich in Lindern kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. Zur Anmeldung gelangen Sie direkt per Klick auf das Bild.

Testzentrum
Per Klick auf das Bild gelangen Sie automatisch auf die Anmeldeseite.

Lindern impft und testet – Heimathaus wird zum „Corona Testzentrum“

Früher sagte man „Sabbel nicht, lutsch!“ – so geht Lindern auch bei der Pandemiebekämpfung vor. Während anderswo lange debattiert, vorgeprescht und wieder gedrosselt wird, macht man hier einfach.

Bei den über 80jährigen ist die Impfkampagne bereits abgeschlossen, die übergroße Mehrheit der Personen in dieser Altersklasse hat erfolgreich beide Impftermine wahr genommen. Jetzt geht es mit den über 70jährigen weiter. Auch hier haben sich bereits über 90% der Altersgruppe  zur Impfung angemeldet. Die Impfungen finden nach Terminvergabe in der Sport- und Mehrzweckhalle statt. Dank der ehrenamtlichen Mithilfe der Bereitschaftsgruppe Lindern vom DRK und der Freiwilligen Feuerwehr Lindern verliefen die Impftermine bisher reibungslos und perfekt.

Testzentrum

Ab Freitag dem 19. März 2021 wird das Heimathaus Lindern zum Corona Testzentrum in Lindern. Die neue Inhaberin der Linden-Apotheke, Jana Düttmann, wird mit Ihrem Team zusammen die Schnelltestungen im Heimathaus durchführen.

Linden-Apotheke

Jeder Bürger über 18 hat einmal wöchentlich Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest. Der Schnelltest hat gegenüber dem PCR-Test den Vorteil, dass er bereits nach 10 bis 15 Minuten ein Ergebnis liefert. Das Ergebnis wird schriftlich ausgehändigt. Sollte dieses positiv ausfallen, wird das Ergebnis an das Gesundheitsamt gemeldet und der Getestete muss sich unverzüglich in Quarantäne begeben, die wegen der Mutanten des Virus auf drei Wochen verlängert wurde.

Bei negativem Ergebnis kann der Test Vorteile bringen, z. B. für den Besuch von Events oder als „Eintrittskarte“ für das Kino oder den Zoo. Dafür wird der Test dann allerdings noch „frisch“ sein müssen. Das Ergebnis ist natürlich immer nur eine Momentaufnahme und soll keine falsche Sicherheit bieten.

Hier ein Terminplan für die Testungen ab dem 19.03.21 im Heimathaus Lindern.

Testplan

 

Schallmauer der Covid-19 Infizierten im Landkreis Cloppenburg überschritten

Cov19TB

Bislang war unser Landkreis eher sehr unauffällig auf dem Dashboard des RKI. Vor einigen Tagen begann dann die zunehmende Verfärbung auf der Landkarte über gelb, orange bis rot. Jetzt sticht unser Landkreis auf dem Dashboard regelrecht hervor. Der Landkreis Cloppenburg wird so immer bekannter in Deutschland, Europa und der Welt, stärkt ja vielleicht künftig auch den Tourismus.

Dashboard

Quelle: Dashboard RKI

Darauf, wie sich hier das Virus so rasend schnell ausgebreitet hat, möchte ich gar nicht eingehen. Mir tun nur die vielen kleinen Geschäfte, Restaurants und Kneipen, Soloselbständigen und Vereine leid, und diejenigen, bei denen die Infektion evt. nicht so günstig verläuft. Die Schallmauer von 50 Infizierten auf 100.000 Einwohner ist überschritten und wird mit 53,7 beim RKI angegeben. Bisher hatten wir hier im Landkreis Cloppenburg jedenfalls noch keine Todesfälle wegen des Coronavirus zu beklagen. Drei Erkrankte werden zurzeit stationär behandelt, rund 400 Personen befinden sich in Quarantäne und die Zahl der aktuell infizierten Personen wird mit 145 angegeben, Tendenz steigend. Während die Zahl der Infizierten in den Nachbargemeinden Löningen mit 72 und Lastrup mit 14 angegeben wird, kommen wir hier mit drei infizierten Personen noch recht glimpflich davon. Aber bei einer Einwohnerzahl von rund 5.000 kommt man auch schon auf 60 pro 100.000 (grob überschlagen), also auch die Schallmauer überschritten. Im Vergleich zu Löningen mit rund 535 auf 100.000 Einwohner (Lastrup ca. 200 auf 100.000) aber recht bescheiden. Hoffen wir mal, dass die Zahl hier nicht so stark steigt.
(Quelle: LK Cloppenburg)

Kräuter und Beeren, mal ganz nah

Alles grünt schon im Garten und in den Kräuterkübeln. Die ersten Kräuter werden schon genutzt – jeden Morgen frische Minze für die tägliche Kanne Tee. Von anderen Kräutern hätte man gar nicht gedacht, wie schön die blühen können. Der Schnittlauch hat richtig schöne zart lila Blüten, aber auch der Thymian sieht sehr schön aus. Im Gras sind schon einen Tag nach dem Mähen wieder neue Blümchen gewachsen und die Stachelbeeren kann man auch schon als solche erkennen. Radieschen kann man auch schon genießen. Man muss zwar wegen der Trockenheit häufig wässern, aber so lange noch genügend Grundwasser vorhanden ist, nimmt man sich gern die Zeit. Da man fast alles einkochen oder einmachen kann, hat man aber auch das ganze Jahr was vom Garten. Ohne Transportwege, Co² Emission aber mit viel natürlichem Geschmack!