Makros aus dem Garten – Blattlaus-Schule

Blattlausschule

Blattlaus-Eltern sind ja schon recht klein, aber der Nachwuchs ist noch ein ganzes Stück winziger. Kaum sind die ersten Knospen der Rosen geöffnet, schon fallen sie drüber her. Mit dem bloßen Auge fallen sie fast nicht auf, man muss schon genau hinsehen. Aber auch die Blütenstempel der Blumen sehen sehr interessant aus, wenn man dicht genug heran geht.

Blattlaus

Blütenstempel

 

Die Ameisen erobern den Garten

Gut, dass die Ameisen so klein sind. In den letzten Jahren breiten sie sich immer mehr aus und befallen so ziemlich alles was im Garten wächst. Sie errichten dann regelrechte Farmen von Blattläusen und „melken“ diese dann, damit sie den Honigtau abliefern. Dafür schützen die Ameisen die Blattläuse vor Fressfeinden, wie Vögel, andere Insekten oder Spinnen. Momentan scheinen sie schon mal alles vorzubereiten. So von ganz nah betrachtet sehen sie irgendwie cool aus, wenn sie so über die noch geschlossenen Blüten krabbeln, als wenn sie einen Berg erklimmen würden. Es scheint sogar „Silberrücken“ bei den Ameisen zu geben.

Echtes Salomonssiegel und Klatschmohn

Heute im Wald entdeckt. Echtes Salomonssiegel (Polygonatum odoratum) hat eine ähnliche Ausstrahlung wie das Maiglöckchen, ist auch damit verwandt – zählt aber zu den Spargelgewächsen. Die glockenförmigen Blüten hängen nach unten und reagieren auf den leichtesten Windstoß. Ein bisschen riechen sie wie Bittermandel. Ich wollte noch Makros davon machen, aber dafür war es heute einfach zu windig. Die schönen Pflanzen werden auch oft für den Garten verwandt, sollten dabei im Halbschatten aufgestellt werden. Aber Vorsicht, alle Teile der Pflanze sind giftig!

Früher konnte man den Klatschmohn fast überall auf den Äckern finden, heute muss man schon suchen, um welchen zu entdecken. Die Blüten sehen irgendwie aus, wie zerknülltes Pergamentpapier. Sieht aber immer noch sehr schön aus.