Goldiger Sonnenaufgang

Heute früh konnte man noch einen wunderschönen goldigen Sonnenaufgang in Lindern beobachten. Für den späten Nachmittag und die kommende Nacht wurden allerdings schon Unwetterwarnungen ausgegeben. Da die Gewitter nicht zu berechnen sind, könnte Lindern aber auch verschont bleiben.
Schöner mehrtägiger Regen täte der Natur hier besser, als ein Wolkenbruch mit Sturm und Blitzen.

Sonnenbrand! Äpfel mit UV Schäden

Vor zwei Jahren ist unsere Apfelernte im wahrsten Sinne des Wortes verhagelt worden. Der starke Hagel hatte in einer Sturmnacht mit Windhose regelrecht kleine Dellen in die Äpfel geschlagen, wodurch sie dann später faulten. Im letzten Jahr fielen viele Äpfel bei der dauernden Trockenheit vom Baum und in diesem Jahr leiden sie wegen der extremen UV-Strahlung schlichtweg an Sonnenbrand. Die Äpfel scheinen an den Stellen mit starker Sonnenbestrahlung richtig gekocht worden zu sein.
Auf diese Wetterlagen wie im letzten und in diesem Jahr, mit extremer Trockenheit und Hitze, ist die Natur hier in unseren Breiten einfach nicht eingestellt.

Ich schätze, der kleine Gast in dem Apfel wurde mit gegrillt. Sonst hat er Glück und genießt mal Bratapfel.

Hitzerekord für Lindern

Der bisherige Hitzerekord für Deutschland wurde gemessen am 5. Juli 2015 in Kitzingen (Bayern, Unterfranken) mit 40,3° Celsius. Dieser wurde gestern mit 40,5° C, gemessen Geilenkirchen (NRW) eliminiert. Bereits heute gibt es einen neuen Hitzerekord, gemessen heute Nachmittag im ca. 45 km entfernten Lingen (Emsland, Niedersachsen) mit sagenhaften 42,6° C !!!.

Auch Lindern kann da fast schon mithalten, das Thermometer hier an der Sparkasse zeigte um 16:42 Uhr immhin auch 41° C an.

Zu trocken für eine gute Ernte

Wenn es kommt, so wie vergangene Woche, dann schüttet´s wie aus Eimern, der Natur bringt es aber kaum was. So ein paar Tage warmer Landregen wäre da schon besser für eine gute Ernte.

Die Landwirte müssen viel Zeit und Geld investieren, damit die Ernte nicht wieder vertrocknet. Immer mehr wird aufgerüstet und mit großen Pumpen werden die Äcker bewässert. Was solch große Pumpen leisten, ist sagenhaft, in ca. einem Kilometer Entfernung sieht man dann die Fontänen über die Felder schießen.

Zwischen Linderner und Bockholter Dose ist die Trockenheit noch extremer. Damals wurde das Moor hier allerdings auch absichtlich trocken gelegt, wenn ich mich richtig erinnere.

Großeinsatz der Feuerwehr in Lindern

Nach starkem Gewitterregen ist die Freiwillige Feuerwehr in der Ortsmitte im Dauereinsatz. Der Keller des Neubaus der Zahnarztpraxis an der Hauptkreuzung ist bereits zum zweiten Mal nach starkem Regen überflutet worden.

Von der Straßenkanalisation aus führte noch eine alte Abzweigung direkt auf das Grundstück der neuen Zahnarztpraxis. Durch diese Rohre, aber auch durch oberflächliches Überlaufen von der Straße aus kam da wieder einiges zusammen.

Hier strömte das Wasser gleich aus 3 Kanälen
Auch die neu verlegten großen Rohre konnten diese Mengen an Wasser nicht bewältigen

Die großen Wassermassen bergen die Gefahr, den gerade neu errichteten Keller „aufzuschwemmen“, quasi vom Boden abheben zu lassen. Aus diesem Grund wurde auch ein Teil des Wasser ins Innere des Kellers gepumpt, um ihn so zu erschweren. Das um dem Keller stehende Wasser gleicht fast schon einem Burggraben.

Während schweres Gerät entladen wurde, musste auch ein noch im Keller stehender Kleinkran vor dem Wasser in Sicherheit gebracht werden. Auch hier mit tatkräftiger Unterstützung der Feuerwehr.

Zum Glück hörte während des Einsatzes der Feuerwehrkameraden der Regen auf, und die Abpumparbeiten konnten beginnen, als es nach einer Weile dann aber zu einem weiteren Zwischfall kam. Der alte Gulli wurde so unterspült, dass er komplett abbrach und an die Kellerwände stieß. Der Keller begann aufs Neue wieder voll zu laufen. Auch das Erdreich um das Kellergeschoss wurde teilweise stark unterspült und begann, ähnlich dem Gletschereis bei warmen Temperaturen, zu „kalben“.

Der Feuerwehrkameraden befüllten auch Sandsäcke und versuchten irgendwie das neu entstandene Leck zu schließen. Die großen Rohre, die ans die Kellerwand stoßen, konnten dem Wasser auch nicht mehr Stand halten.

Zurzeit ist das Wasser zum großen Teil abgepumpt, die Arbeiten dauern aber noch an. Mal gucken, wie es morgen früh aussieht. Wie gut, dass wir hier noch eine gut funktionierende Freiwillige Feuerwehr mit vielen fleißigen Kameraden haben, die immer wieder solche Einsätze bewältigen. Tolle Truppe!